Ein Tag im Leben eines echten Hongkonger Trailrunners

A Day In The Life Of A True Hong Kong Trail Runner

Ein Tag im Leben eines echten Hongkonger Trailrunners

Es ist Donnerstag, und du fühlst dich so träge wie ein Faultier nach dem Absetzen von Beruhigungsmitteln. Du bist diese Woche erst 10 km gelaufen, und das auch nur auf der Bowen Road. Hättest du genauso gut auf einem Laufband mit null Steigung trainieren können. Dein Wochenziel von 50 km und 3.000 Höhenmetern scheint so realistisch wie ein doppelter Lottogewinn.

Aber Moment mal, es gibt Hoffnung! Du könntest am Samstag bei den Gone Runners mitlaufen und weitere 30 km dranhängen. Klar, deine Beine werden sich anfühlen, als wären sie durch den Mixer gejagt worden, aber der Endorphinrausch ist es wert. Wenn du außerdem noch Tempotraining und Bergläufe einbaust, kannst du die legendäre Runde im Happy Valley und die malerische Aussicht auf High West genießen. Vielleicht hast du sogar die Ehre, als Erster auf High West zu sein und das Datum auf dem Holzkalender einzutragen, wenn du ganz früh startest. Das gibt bestimmt eine tolle Instagram-Story für deine wachsende Lauf-Community.

Während des heutigen Geschäftstreffens warst du so in die Entscheidung zwischen einer hügeligen Strecke auf Black's Link oder einer flachen Route am Hafen für deinen Arbeitsweg vertieft, dass du kaum ein Wort mitbekommen hast. Ups. Aber egal: Das Treffen hat länger gedauert als geplant. Also fällt das Laufen heute aus.

Immerhin hast du dein Tagesziel von zehn Stockwerken geschafft, indem du die Treppe aus der U-Bahn-Station genommen hast. Wer braucht schon Rolltreppen, wenn man Wadenmuskeln aus Stahl hat? Okay, auf Strava ist das jetzt nichts, womit man prahlen könnte. Aber hey, deine Garmin-Uhr findet dich wenigstens super!

Du trägst deine treuen Hoka-Schuhe in der U-Bahn, und die anderen Fahrgäste beäugen dich, als wärst du ein Außerirdischer. Jemand hat dir mal gesagt: „Hoka-Schuhe sagen nichts über die Persönlichkeit aus.“ Die Blicke der anderen Fahrgäste auf deine Füße lassen dich zweifeln, ob das stimmt. Vielleicht wäre es doch besser gewesen, sich etwas Unauffälligeres als die Mafate Speed ​​4 in Regenbogenfarben zu kaufen. Du nimmst dir vor, öfter auf deine Frau zu hören.

Du scrollst durch Facebook und hoffst auf spannende Neuigkeiten zum Trailrunning. Hat Wong Ho-Chung etwa einen neuen FKT aufgestellt, der deine persönliche Bestzeit von 22 Stunden auf dem Maclehose Trail wie einen gemütlichen Spaziergang aussehen lässt? Oder hat jemand den Mount Everest bestiegen? Fehlanzeige.

Vielleicht wäre es an der Zeit, deinen Laufkumpels zu schreiben und zu fragen, ob sie neue Läufe kennen oder dir eine Tailwind-Sorte empfehlen können, damit du beim nächsten Rennen nicht völlig einbrichst. Aber mal ehrlich, jeder kennt doch schon die Geschichte von den letzten 10 Kilometern beim Lantau 70, wo du dachtest, du stirbst gleich.

Beim Blick auf Hongkongs vollgepackten Rennkalender erinnerst du dich an deinen ersten Lauf, den Country of Origin. Du trugst ein Kostüm – warum auch nicht? Damals wusstest du noch nicht einmal, was Schrittfrequenz und VO2max sind. Heute bist du quasi ein Laufwissenschaftler. Wer sagt denn, Laufen sei keine intellektuelle Angelegenheit?

Du bist tief in deine Recherche zu Kilian Jornets Trainingsplan vertieft, fest entschlossen, seinen Rekord beim UTMB zu brechen und zur ultimativen Legende des Berglaufs zu werden. Plötzlich fällt dir im Augenwinkel ein Farbtupfer auf. Moment mal … diese Schuhe kommen mir seltsam bekannt vor. Du schaust auf und siehst einen anderen Läufer auf dich zukommen, der genau dieselben Hoka-Schuhe trägt wie du.

Eure Blicke treffen sich, und in diesem Sekundenbruchteil herrscht stilles Einverständnis. Ihr beide wisst um die unbestreitbare Coolness der Hoka-Schuhe. Ihr nickt euch anerkennend zu, als wolltet ihr sagen: „Ich sehe dich, Hoka-Träger-Kollege. Du hast einen tollen Schuhgeschmack.“

Und was den Rat deiner Frau angeht, etwas weniger Auffälliges zu kaufen? Pff, vergiss es. Vielleicht überlegt sie es sich nächstes Mal zweimal, bevor sie deinen Modegeschmack infrage stellt.

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